Reisende Schüler und Schülerinnen, Zirkuskinder, Schausteller, Schultagebuch

Seite drucken


Reisende Schülerinnen und Schüler
Änderung des Erlasses „Reisende Schülerinnen und Schüler"  
Neue Bereichslehrerin für Kinder von beruflich Reisenden  
Ausgabe eines neuen Schultagebuches für die reisenden Kinder in Schleswig - Holstein  
Schultagebuch

Reisende Schülerinnen und Schüler
Erlass des Ministeriums für Bildung und Kultur vom 20. August 2010 - III 224 - 320.01 2 - 1 (NBI. MBK. Schl.-H. 2010 S.259)

§1
Allgemeine Ziele
(1) Auf reisende Schülerinnen und Schüler sind die Vorschriften der jeweils besuchten Schulart anzuwen­den, sofern in diesem Erlass nichts Abweichendes geregelt ist.
(2) Aus den Bildungs- und Erziehungszielen des Schulgesetzes (Schule), insbesondere § 4 Schule, folgt der Auftrag der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie der Förderzentren, diese Schülerinnen und Schüler zu fördern, die Bedingungen für ihren Schulbesuch zu verbessern, ihnen den Zugang zu allen Schularten zu öffnen sowie ihnen einen Schulabschluss zu ermöglichen, der ihren Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen entspricht.
(3) Als Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulbesuch soll die Lernkontinuität der reisenden Schülerinnen und Schüler durch ein Schultagebuch mit individuellen Lernplänen oder Förderplänen und den dazugehörigen Lernmitteln gewährleistet und eine ihrer mobilen Lebensweise entsprechende schulische Unterstützung geboten werden.

§2
Begriffsbestimmungen
(1) Reisende Schülerinnen und Schüler sind schulpflichtige oder Schulen besuchende Kinder, Jugendliche und Erwachsene, deren Eltern oder die selbst beruflich reisen.
(2) Bereichslehrkräfte sind Lehrkräfte, die reisende Schülerinnen und Schüler beim Lernen unterstützen (Aufgabenprofil der Bereichslehrkräfte siehe Anlage).
(3) Stammschule ist die Schule, an der die reisende Schülerin oder der reisende Schüler zur Begründung eines Schulverhältnisses angemeldet oder der sie oder er gemäß § 24 Abs. 3 oder 5 SchulG zugewiesen wurde.
(4) Die von einer reisenden Schülerin oder einem reisenden Schüler abweichend zur Stammschule besuchte Schule ist eine Stützpunktschule.
(5) Reisende Schülerinnen und Schüler halten sich nach dieser Vorschrift in Schleswig-Holstein auf, wenn sie sich länger als zwei Tage in Schleswig-Holstein befinden.

§3
Schultagebuch
(1) Das Schultagebuch ist Grundlage für den Informationsaustausch zwischen der Stammschule und den anderen besuchten Schulen sowie den Bereichslehrkräften. Es gibt Informationen und Hinweise für Eltern und Lehrkräfte und dokumentiert die Lernfortschritte und Lernziele der Schülerin oder des Schülers. Das Schultagebuch enthält einen Schulbesuchskalender und die Lern- oder Förderpläne. Es ist fortlaufend zu führen. Dazu haben die besuchten Schulen sowie die Eltern eng zusammenzuarbeiten. Das Schultagebuch ist bei den Bereichslehrkräften sowie unter http:// schleswig-holstein.de erhältlich.
(2) Das Schultagebuch wird den reisenden Schülerin­nen und Schülern in der Regel von den Bereichslehr­kräften ausgehändigt. Es ist ständig mitzuführen und in jeder Schule vor Beginn des Unterrichts vorzulegen. Bei Verlust ist die Stammschule oder eine Bereichslehrkraft zu informieren.
(3) Die Eintragungen im Schultagebuch dienen auch als Grundlage der Leistungsbewertung.
(4) Jede Stützpunktschule sendet einen Bericht, der den Lernstand sowie die erbrachten Leistungsnach­weise enthält, an die Stammschule. Die Originale verbleiben im Schultagebuch.

§4
Bereichslehrkräfte
Die Bereichslehrkräfte beraten reisende Schülerinnen und Schüler, die sich in Schleswig-Holstein aufhalten oder hier ihren Wohnsitz haben, deren Eltern sowie die Schulen. Sie sind bei der Koordinierung der Schulauf­enthalte und bei den Übergängen in andere Schularten behilflich. Sie erstellen den Lern- oder Förderplan. Außerdem können sie reisende Schülerinnen und Schüler unterstützend unterrichten, sofern keine Schule diese Aufgabe angemessen übernehmen kann (Aufgabenprofil der Bereichslehrkräfte siehe Anlage).

§5 Stammschule
(1) Die Stammschule unterstützt die Bereichslehrkräfte bei ihrer Tätigkeit.
(2) Sie führt die Schülerakte und stellt rechtzeitig die Lernmittel sowie das Schultagebuch zur Verfügung. Hierbei ist zu beachten, dass der Schuljahresbeginn in die Reisezeit fallen kann.
(3) Bei Wechsel der Wohnung kann eine neue Stammschule zuständig sein. Sie setzt sich mit der vorhergehenden in Verbindung.
(4) Die Stammschule erteilt die Zeugnisse.
(5) Die Stammschule kann bei ihren Entscheidungen die Bereichslehrkräfte beratend hinzuziehen.
(6) Die zuständige Schulaufsichtsbehörde ermittelt in ihrem Aufsichtsbezirk die Anzahl der reisenden Schüle­rinnen und Schüler der Stammschulen. Diese sind statistisch der Stammschule zuzuordnen. Die Belange der Stammschulen sind bei der jährlichen Planstellenzuweisung im Rahmen der Vorgaben zu berücksichti­gen.

§6
Anmeldung an einer Schule und Besuch anderer Schulen
(1) Die Eltern melden gemäß § 24 SchuIG i.V.m. der jeweiligen Schulartverordnung die schulpflichtigen Kin­der und Jugendlichen sowie die volljährigen Schülerin­nen und Schüler sich selbst an einer Schule an. Erfolgt keine Aufnahme nach § 24 Abs. 1 oder 4 SchulG durch eine Schule, kann die Schulaufsichtsbehörde die Schülerin oder den Schüler nach § 24 Abs. 5 SchulG einer bestimmten Schule zuweisen. Abweichend von Satz 1 und 2 kann das für Bildung zuständige Minis­terium alle reisenden Schülerinnen und Schüler einer Schule als Stammschule zuweisen, der dann die Bereichslehrkräfte angehören sollen.
(2) In der Zeit, in der die Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Reisetätigkeit nicht die Stammschule besuchen, können sie jede andere Schule in Schles­wig-Holstein besuchen, die einen Unterricht der Anforderungsebene der Schülerin oder des Schülers bietet und Aufnahmemöglichkeiten im Sinne von § 24 Abs. 1 SchuG hat. Die Begründung eines Schulverhältnisses ist damit nicht verbunden.
(3) Die Abschlussprüfungen sind von den Schülerinnen und Schülern an den Stammschulen abzulegen. Abwei­chend von Satz 1 kann die Abschlussprüfung auch an einer Stützpunktschule durchgeführt werden, wenn die Eltern oder die volljährige Schülerin oder der volljährige Schüler dies bei der Stammschule beantragen. Die Stammschule teilt ihre Entscheidung der betreffenden Stützpunktschule mit.

§7
Leistungsbewertung
(1) Grundlage der Leistungsbewertung sind die an der Stammschule erbrachten Leistungen und die Lernfortschritte, die an den Stützpunktschulen durch Eintragungen im Schultagebuch und durch ergänzende Informationen nachgewiesen sind. Auch die in ande­ren Bundesländern, in anderen Staaten oder mittels E-Learning erbrachten Leistungen finden Eingang in die Leistungsbewertung.
(2) Schriftliche Leistungskontrollen sollen sich nur auf die von den Schülerinnen und Schülern bearbeiteten Unterrichtsinhalte oder Aufgabenstellungen beziehen.
(3) Nachteile, die Schülerinnen und Schülern auf­grund ihrer Reisetätigkeit entstehen, sollen im Sinne eines Nachteilsausgleichs angemessen ausgeglichen werden. Über entsprechende Ausgleichsmaßnahmen entscheidet die Klassenkonferenz der Stammschule. Ausgleichsmaßnahmen können insbesondere die Zeitverlängerung zum Erstellen von Hausarbeiten oder das Erbringen von Leistungen zu einem anderen Zeitpunkt sein.
(4) Die Stützpunktschulen beurteilen die Leistungen in den im Schultagebuch enthaltenen Formularen für Lernstandsberichte und beschreiben das Lern- und Sozialverhalten. Eine Kopie der Beurteilung ist der Stammschule zuzusenden. Das Original verbleibt im Schultagebuch.
(5) Das Zeugnis dokumentiert den Leistungsstand und die Lernfortschritte der Schülerin oder des Schülers und soll eine zusätzliche Motivation für den weiteren Schulbesuch bewirken.

§8
Berufsschulpflicht
Nehmen reisende Schülerinnen und Schüler am Unterricht von Berufseingangsklassen nach § 1 Nr. 6 Landesverordnung über die Berufsschule (BSVO) vom 12. Juni 2007 (NBI. MBF. Schl.-H. S. 152) teil, können sie den Bildungsgang in drei Schuljahren absolvieren. § 5 Abs. 5 Satz 2 BSVO findet Anwendung mit der Maßgabe, dass die Zeiten der beruflichen Reisetätig­keit der Eltern oder der volljährigen Schülerin oder des volljährigen Schülers nicht zu einer vorzeitigen Beendigung des Bildungsgangs führen. Der Erwerb des Hauptschulabschlusses kann mit dem Bildungsgang verbunden sein (§ 7 Abs. 2 BSVO).

§9
Sonderpädagogischer Förderbedarf
Vermutet eine Schule, dass eine Schülerin oder ein Schüler sonderpädagogischen Förderbedarf hat, liegt ihr aber kein Antrag der Eltern oder der volljährigen Schülerin oder des volljährigen Schülers (Betroffene) vor, bezieht sie vor der Einleitung des Verfahrens zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs eine Bereichslehrkraft ein.

§10
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Dieser Erlass tritt am 1. August 2010 in Kraft. Er tritt mit Ablauf des 31. Juli 2015 31.Juli 2020 außer Kraft.
(2) Der Erlass „Schulische Betreuung von Kindern aus Schaustellerfamilien, von Zirkusangehörigen und Fahrenden in Schleswig-Holstein in der Primar- und Sekundarstufe I" vom 9. April 1997 (NBI. MBWFK. Schl.-H. S. 239) tritt mit Ablauf des 31. Juli 2010 außer Kraft.

Anlage
Aufgabenprofil für Bereichslehrkräfte

1. Definition und Aufgaben
Bereichslehrkräfte sind Lehrkräfte, die ihre Aufgaben für die schulische Bildung reisender Schülerinnen und Schüler vor Ort wahrnehmen.
Die Bereichslehrkräfte unterstützen den Schulbesuch reisender Schülerinnen und Schüler insbesondere durch

- die Vorbereitung der Stützpunktschulen auf den Schulbesuch der Schülerinnen und Schüler,
- die Erteilung von unterrichtsergänzenden Fördermaßnahmen und Hausaufgabenbetreuung im Zusammenhang mit dem Schulbesuch der Schülerinnen und Schüler an Stützpunktschulen und Stammschulen,
- Sammlung und Entwicklung geeigneter Unterrichtsmaterialien,
- die Beratung von Stammschulen bei der Erstellung der individuellen Lern- und Förderpläne sowie bei der Leistungsbewertung und Schullaufbahngestaltung und bei Entscheidungen, die diesbezüglich zu treffen sind,
- die Herstellung von Kontakten zwischen Eltern oder volljährigen Schülerinnen und Schülern, Stammschulen und Stützpunktschulen sowie ggf. weiteren Schulen und Behörden oder Beratungsstellen,
- die geregelte Übergabe von Schülerinnen und Schülern an andere Schulen und Bereichslehr­kräfte,
- die Beratung von Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften,
 - Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung auf Abschlussprüfungen,
- Kontrolle von Schultagebüchern sowie den darin enthaltenen Lernstandsberichten während der Reisezeit,
- die Entwicklung von innovativen Unterrichtsver­fahren (z.B. Fernlernen, E-Learning) sowie durch Einsatz dieser Verfahren.

Außerdem können sie reisende Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, auf den Schulbesuch vorbereiten. Die Tätigkeit der Bereichslehrkräfte wird vom Minis­terium für Bildung und Kultur oder einer von ihm beauftragten Stelle koordiniert und als Lehrertätigkeit in einem „virtuellen Lehrerkollegium der Bereichslehrkräfte" definiert. Die Verarbeitung personenbezogener Schülerdaten und weiterer Daten im Zusammenhang mit der Lehrertätigkeit unterliegt den Rechtsgrundsätzen, die für den Umgang mit Daten in einem Lehrerkollegium einer Schule gelten.
Wegen des bereichs- und länderübergreifenden Reiseverhaltens der Familien ist eine Vernetzung der Bereichslehrkräfte eine wichtige Grundlage ihrer Tätig­keit.

2. Zeitressourcen
Die Bereichslehrkräfte erhalten zur Wahrnehmung der o.a. Aufgaben Zeitressourcen. Dabei können je nach Zuschnitt der Bereiche, der Aufgabenschwerpunkte und der Frequentierung durch Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Zeitressourcen erforderlich werden.

3. Sächliche Ausstattung und Fortbildung
Den Bereichslehrkräften werden entsprechend den Landesregelungen die mit ihrer Tätigkeit verbundenen Fahrt- und Kommunikationskosten erstattet; darüber hinaus können die Bereichslehrkräfte in ihrer Tätigkeit durch weitere sächliche Ausstattungen und Fortbildungen unterstützt werden.

4. Berichte
Bereichslehrkräfte dokumentieren ihre Tätigkeit durch regelmäßige Berichterstattung gegenüber dem Ministerium für Bildung und Kultur oder der beauftragten Stelle.

nach oben


Änderung des Erlasses „Reisende Schülerinnen und Schüler"

Erlass des Ministeriums für Schule und Berufsbildung vom 30. Juli 2015 - III 221-
(NBI.MSB.Schl.-H. 2015, S. 226)

Der Erlass »Reisende Schülerinnen und Schüler" des Ministeriums für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein vom 20. August 2010 (NR. MBK. Schl.-H. S. 259) wird wie folgt geändert:

§ 10 Abs. 1 Satz 2 wird wie folgt geändert:

Das Datum §31. Juli 2015" wird durch „31. Juli 2020" ersetzt.

nach oben


Neue Bereichslehrerin für Kinder von beruflich Reisenden
 

Bekanntmachung des Ministeriums für Bildung und Frauen vom 31. Juli 2006 - III 30
(NBI.MBF.Schl.-H. 2006 S. 259)

Kinder von beruflich Reisenden, wie z.B. Schausteller, Zirkusangehörige und Sinti und Roma, wurden seit dem Schuljahr 1997/98 durch das Ministerium für Bildung und Frauen von dem Bereichslehrer Matthias Andrae betreut.

Alle Schülerinnen und Schüler, die sich ständig oder nur sporadisch in Schleswig-Holstein aufhalten, werden an Stamm- und Stützpunktschulen erfasst und unterrichtet. Der Bereichslehrer unterrichtet, vermittelt, berät, organisiert und stellt u.a. Kontakte her.

Für diese Kinder und Jugendlichen hat sich die personelle Zuständigkeit seit dem 1. August 2006 geändert. Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 ist Frau Heike Raschke-Treu zuständig und unter folgender Adresse zu erreichen:

Heike Raschke-Treu

Gorch-Fock-Straße

24229 Strande

Tel.: 04349 / 919013

Fax: 04349 / 909624

E-Mail: Heike-Raschke-Treu@web.de

Ansprechpartnerin im Ministerium für Bildung und Frauen ist Frau Gerburg Böhrs, Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel, Telefon 0431 / 988 - 2231, Fax : 0431 / 988 2531, E-Mail: gerburg.boehrs@mbf.landsh.de


nach oben


Ausgabe eines neuen Schultagebuches für die reisenden Kinder in Schleswig - Holstein
 
Bekanntmachung des Ministeriums für Bildung und Frauen vom 9. November 2005 - III 30
(NBI.MBF.Schl.-H. 2005 S. 307)

Eine Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz hat für alle Länder der Bundesrepublik ein neues Schultagebuch für die Kinder und Jugendlichen fertig gestellt, die mit ihren Eltern aus beruflichen Gründen reisen. Dazu zählen alle Zirkuskinder, die Kinder und Jugendlichen der Schausteller auf den Jahrmärkten und Volksfesten, die Fahrenden unter den Sinti- und Roma-Familien, Puppenspieler, die so genannten „fliegenden Händler" und alle anderen Reisenden.
Das Bildungsministerium Schleswig-Holstein hat sich über einen langen Zeitraum in der KMK – Arbeitsgruppe engagiert und sieht das neue Schultagebuch als bedeutsame Unterstützung für den Schulbesuch reisender Kinder an. Das Schultagebuch ist in seiner Funktion einem Klassenbuch vergleichbar, in das die Lehrkraft
 
  • den behandelten Unterrichtsstoff einträgt
     
  • den Schulbesuch lückenlos dokumentiert
     
  • Beurteilungen des Kindes einfügt
     
  • einen individuellen Lernplan bzw. Förderplan einfügt
     
  • Hinweise und Informationen für die Eltern bereit hält
     
  • einen Bericht zur Lernausgangslage des Kindes erstellt
     
  • den Lernfortschritt des Kindes dokumentiert.
     
Das Schultagebuch ist die Grundlage für den Informationsaustausch zwischen der Stammschule eines Kindes und den verschiedenen Stützpunktschulen im Land, aber auch zwischen den Lehrkräften und den Eltern. Mit der lückenlosen Dokumentation sollen die Lehrkräfte die ihnen vorliegenden Informationen für den Unterricht nutzen, aber auch den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder überprüfen, um ggf. schnell handeln zu können. Dabei ist es das zentrale Anliegen, die schulische Situation reisender Kinder zu verbessern, die angesichts der spezifischen pädagogischen Herausforderungen schwierig genug ist.
Das Schultagebuch verbleibt bei den Kindern und Jugendlichen und muss in jeder besuchten Schule vorgelegt werden. Alle anderen Mappen, Stempelhefte oder sonstige Vordrucke verlieren ab sofort ihre Gültigkeit.
Neben dem Schultagebuch, das unter der Internet-Adresse www.schule-unterwegs.de heruntergeladen werden kann, gibt es eine umfangreiche Handreichung, die vor allem für die Lehrkräfte und die Eltern gedacht ist. Bestandteil dieser Handreichung sind Lernbausteine für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch, die auf der Grundlage der Bildungsstandards erstellt wurden. Sowohl das neue Schultagebuch als auch die Handreichung können über den für Schleswig-Holstein arbeitenden Bereichslehrer angefordert werden. Mit der Anforderung der Materialien wird den Schulen auch eine detaillierte Einweisung in die Nutzung des neuen Schultagebuches angeboten.
Bereichslehrer Schleswig-Holstein: Matthias Andrae, Bürgermeister Drews Straße 28, 24119 Kronshagen, Telefon 0431 / 588995, E-Mail : Ma.Andrae@web.de, Dienststelle : Brüder-Grimm-Schule, Kopperpahler Allee 59, 24119 Kronshagen, Telefon: 0431 / 5866291, Fax 0431 / 5866101.
Ministerium für Bildung und Frauen, Frau Böhrs, Gartenstraße 6, 24103 Kiel, Telefon 0431 / 988-2231
Schulamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Schulrätin Deuble, Kaiserstraße 8, 24768 Rendsburg, Telefon 04331 / 202543 

nach oben


Paragraf – Schulrecht für Schleswig-Holstein