Begabungsförderung, Enrichment, Hochbegabtenförderung 

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§ 5 Schulgesetz Schleswig-Holstein - Formen des Unterrichts
§ 22 Schulgesetz Schleswig-Holstein - Beginn der Vollzeitschulpflicht
§ 126 Schulgesetz Schleswig-Holstein - Schulgestaltung
§ 38 Absatz 5 Hochschulgesetz - Allgemeine Bestimmungen
§ 2 OAPVO - Eintritt in die Oberstufe, Überspringen, Versetzung, Aufstieg und Rücktritt in der Oberstufe
weitere Informationen zur außerschulischen Begabungsförderung und schulischen Begabungsförderung

Kompetenzzentren Begabtenförderung Kindertagesstätten / Grundschulen (März)
Stützpunktschulen und Projektleiterinnen/Projektleiter für Enrichmentkurse für besonders begabte Schüler und Schülerinnen

Kompetenzzentren Begabtenförderung
Kindertagesstätten / Grundschulen
Bekanntmachung des Ministeriums für Bildung und Kultur vom 5. Februar 2010 - III353
(NBI.MBF.Schl.-H. 2010 S. 35)

Zum Schuljahr 2010/11 können sich Kindertagesstätten (Kita) und Grundschulen (GS) für eine eineinhalbjährige Qualifizierungsmaßnahme zur Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen und zur Gestaltung des Überganges Kita/GS bewerben. Ziel des Projektes ist es, ein transferfähiges Konzept zur Begabtenförderung und Übergangsgestaltung in den Kita/GS zu entwickeln und die Einrichtungen nach Abschluss der Maßnahme als Kompetenzzentren auszuweisen.

Die Qualifizierungsmaßnahme ist ein gemeinschaftliches Projekt von MBK und Karg-Stiftung und erfolgt in Zusammenarbeit mit dem IQSH.
Dieses Projekt soll an sechs Standorten des Landes Schleswig-Holstein umgesetzt werden. Es wird eine gleichmäßige regionale Verteilung angestrebt.
Die Konzeptentwicklungsphase wird begleitet durch neun zweitägige Qualifizierungsmodule (jeweils an einem Freitag und einem Samstag) für je zwei Teilnehmerinnen/Teilnehmer jeder Einrichtung. Pro Einrichtung muss eine Person über eine Leitungsfunktion verfügen. Die Träger der Kindertagesstätten sowie die Schulämter müssen die Maßnahme schriftlich befürworten und eine Freistellung der teilnehmenden Erzieherinnen/ Erziehern und der Lehrkräfte für die Fortbildungstage gewährleisten.

Der Aufbau der ganztägigen Modulangebote beinhaltet neben Phasen der Qualifizierung durch Referenten auch Phasen der Erarbeitung konkreter Maßnahmen für eine begabungsfördernde Praxis vor Ort. Transferaufgaben und die Auswertung der Erfahrungen im Ent­wicklungsprozess der Kita/GS stehen im Vordergrund. Die Einrichtungen werden für diese Aufgaben während des gesamten Prozesses fachlich begleitet.
Auf der Grundlage einer ressourcenorientierten Stär­kenanalyse der Einrichtungen werden die jeweils unter­schiedlichen Voraussetzungen und Bedingungen der Kita/GS-Tandems herausgearbeitet, so dass individuelle Konzepte für jedes Kompetenzzentrum entwickelt werden können.

Bestandteile der Qualifizierungsmaß­nahmen sind zudem:
- Drei bis vier Einrichtungs-Entwicklungstage für die teilnehmenden Kita/GS;
- Fortbildungs- und Vertiefungsangebote nach standortspezifischem und personenspezifischem Bedarf.

Die Tandems aus Kita und GS können während der Konzeptentwicklungsphase neben den Qualifizierungsmaßnahmen finanzielle Mittel (bis zu 5.000 Euro) erhalten, die gezielt im Rahmen der Entwicklung zu einem gemeinsamen Kompetenzzentrum Kita/GS in­vestiert werden müssen. Bereitgestellt wird zudem eine „Schatzkiste - Begabtenförderung" mit Literatur und (Unterrichts-) Materialien.
Die Unterstützung (finanzielle Mittel und/oder die Ge­währung von zwei Ausgleichstunden für Lehrkräfte) an den Kompetenzzentren nach Abschluss der Maßnahme geschieht auf der Grundlage der im Konzept aus­gewiesenen Aufgaben an den jeweiligen Standorten. Die Zertifizierung erfolgt durch das MBK, das sich bei seiner Entscheidung durch die Karg-Stiftung beraten lässt.
Die Bewerbungsformulare, formale Kriterien für die Zertifizierung als „Kompetenzzentrum Begabtenförderung - Kindertagesstätten/Grundschulen" nach Abschluss des Projektes sowie eine ausführliche Beschreibung der Modulangebote finden sie im Bildungsportal auf der Seite zur Begabtenförderung unter dem Stichwort „Kompetenzzentren Begabtenförderung - Kita GS“.
Kita und GS müssen sich als Kooperationspartner ge­meinsam beim MBK bewerben. Ein Projektvertrag mit dem MBK sowie ein Kooperationsvertrag zwischen der Kita/GS bildet den verbindlichen Rahmen.
Die Bewerbungsunterlagen zur Aufnahme in das Projekt ..Kompetenzzentrum Begabtenförderung - Kindertagesstätte/Grundschule" richten Sie bitte bis zum 21. Mai 2010 in digitaler und schriftlicher Form an das
Ministerium für Bildung und Kultur, z.Hd. Andrea Schönberg - III 353 -, E-Mail: andrea.schoenberg@mbk.landsh.de

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Stützpunktschulen und Projektleiterinnen/Projektleiter für Enrichmentkurse für besonders begabte Schüler und Schülerinnen
 
Bekanntmachung des Ministerium für Bildung und Frauen vom 4.Oktober 2006 – III 331, III 338
(NBI. Schl.-H. 2006 S.275)

Enrichment-Kurse sind besondere Lernangebote für besonders begabte Schülerinnen und Schüler.
 

  • Sie finden außerhalb der Unterrichtszeit in kleinen Gruppen (max. 14 Teilnehmende) statt,
     
  • haben in der Regel einen Umfang von ca. 40 Unterrichtsstunden pro Jahr,
     
  • finden vor allem im Winterhalbjahr statt,
     
  • werden nur ausgewählten Schülerinnen und Schülern angeboten,
     
  • sind schul- und schulartübergreifend und deutlich von herkömmlichen AGs unterschieden,
     
  • sind vor allem kognitiv-intellektuell orientiert und
     
  • finden auf hohem Niveau und in hoher Intensität statt.
     
Das modellhaft im Kreis Pinneberg entwickelte Projekt hat an mehreren Schulstandorten im Lande Nachfolger gefunden (z.B. Kiel, Bad Segeberg, Neumünster, Bad Schwartau). Um ein möglichst flächendeckendes Angebot der Begabtenförderung durch Enrichment im Lande zu etablieren, können sich Gymnasien und Gesamtschulen in den Städten und Landkreisen zu Kooperationsverbünden zusammenschließen und gemeinsam ein entsprechendes Konzept entwickeln sowie ein Kursprogramm zusammenstellen. Es sollen maximal 20 Verbünde entstehen. Die Verbünde sollten dann im Schuljahr 2007/08 erste Kurse anbieten; die Projekte können in den folgenden Jahren ausgebaut werden. Neue Projekte können auch in den folgenden Schuljahren in dieses Konzept eingefügt werden. Bestehende Projekte sollten sich in das vorliegende Konzept einpassen, ohne dabei ihre typische Ausprägung zu verlieren. Verbünde und entsprechende Begabtenförderungskonzepte sollen zunächst an den Gymnasien und Gesamtschulen entstehen, in der weiteren Entwicklung des Projektes aber auch auf andere Schularten, insbesondere Grundschulen, ausgeweitet werden.
Zur Realisierung dieser regionalen Enrichmentverbünde erhalten die koordinierenden Stützpunktschulen Ermäßigungsstunden in Abhängigkeit von der Anzahl der Kurse und damit der zu betreuenden Schülerinnen und Schüler für einen Projektleiter/eine Projektleiterin: 5 – 14 Kurse = 1 Stunde, 15 – 29 Kurse = 2 Stunden, > 30 Kurse = 3 Stunden (Maximum).
Darüber hinaus können Schulen, an denen Lehrerinnen und Lehrer Enrichmentkurse anbieten, bis zu zwei Ermäßigungsstunden je Schule für Kursunterricht erhalten.
Die Finanzierung der Enrichmentkurse erfolgt gemischt aus drei Quellen, aus denen heraus Aufwandsentschädigungen für freie Anbieter bezahlt werden können:
 
  • alle Teilnehmenden zahlen eine Kostenbeitrag,
     
  • Lehrkräfte erhalten Ermäßigungsstunden für Enrichment-Kurse,
     
  • Sponsoring bzw. Spenden unterstützen einzelne Kurse/Schulen/Verbünde.
     

Die Aufgabe der Projektleiterin/des Projektleiters besteht im Wesentlichen in der Organisation des Angebotes und des Anmeldeverfahrens; beides wird vorwiegend online erfolgen, weshalb eine entsprechende technische Ausstattung Voraussetzung ist. Die Projektleiterinnen und Projektleiter werden bei der Organisation von den beteiligten Schulen des Verbundes unterstützt. Sowohl das Online-Anmeldeverfahren als auch wichtige Texte, Formulare etc. werden als Vorlagen zentral vorbereitet und zur Verfügung gestellt.
Die Aufgaben sind im Einzelnen:
 

  • Zusammenstellen des Kursangebotes und Absprachen mit Kursleitern,
     
  • Zusammenstellen der Kursinformationen (wer, wann, was, wo etc.),
     
  • Information der Schulen im Verbund (Aufforderung, Schülerinnen und Schüler zu nominieren),
     
  • Auswahl und Zusammenstellung der Kursteilnehmer nach Anmeldung über ein online-Managementsystem am Landesbildungsserver,
     
  • Koordination der Teilnahmebescheinigungen,
     
  • Verwaltung des Geldes (Material, Aufwandsentschädigung),
     
  • jährlicher Bericht an die Landesprojektleiterin/den Landesprojektleiter.
     

Der Schulträger muss grundsätzlich mit dem Projekt einverstanden sein und es ggf. durch entsprechende Sachleistungen wie Raum, Heizung, Licht, Hausmeister, Kopien etc. unterstützen.

Zeitplan:
 
  • Auf einer Informationsveranstaltung für alle interessierten Schulen/Projektleiter der Kooperationsverbünde sollen bestehende Konzepte als mögliche Vorbilder vorgestellt werden. Diese Veranstaltung findet am Dienstag, dem 9. Januar 2007, um 15:00 Uhr, in Kiel statt. Ich bitte um Anmeldung bis zum 6. Dezember 2006 an das MBF, Jochen Frese (III 338) (siehe unten) unter Angabe von Namen, Schule, Telefon, E-Mail-Adresse der Teilnehmerin/des Teilnehmers. Der genaue Ort dieser Veranstaltung richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
     
  • Schulen, die als Stützpunktschulen in einem Enrichmentverbund aktiv werden wollen, reichen ihren Antrag auf Ermäßigungsstunden für eine Projektleitung bzw. für Lehrkräfte, die Enrichmentkurse anbieten, bitte bis zum 31. März 2007 ein.
     
  • Dieser Antrag sollte möglichst Auskunft geben über die konkrete Ausgestaltung des Enrichmentprogramms in dem Kooperationsverbund, vor allem muss die vorgesehene Projektleiterin / der vorgesehene Projektleiter und der geplante Umfang des Kursangebotes im Schuljahr 2007/08 benannt werden. Die Schulen vergeben die Aufgabe der Projektleiterin / des Projektleiters in eigener Verantwortung.
     
  • Den Antrag richten Sie bitte an: MBF, Jochen Frese (III 338), Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel, Fax 0431 / 988-2548, E-Mail: Jochen.Frese@mbf.landsh.de. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Jochen Frese 0431 / 988-2409 oder Dr. Anja Grabowsky 0431 / 988-2429.

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Paragraf – Schulrecht für Schleswig-Holstein